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Asiatische Inseln,
Diese Inselreihen und Inselgruppen wenigstens von 50,000UlMeilen Bodeufläche siud es nun auch, welche wie durch eineninsularen Isthmus das Südostende Asiens mit dem Nordwesteudes australischen Festlandes in eine Art continentaler, wenn schonvielfach durch Meerarme und Mcergassen unterbrochener Verbindungbringen. Zieht man sich hypothetische lineare Verbindungen überdiese Inselwelt von einem Continent zum andern: von der Halb-insel Malakka und Sumatra von Westen, und von der InselHainan über Luzon und die Philippinen bis Neuguinea von Nor-den bis zum Cap Dort des Festlandes an der Torresstraße: soentsteht ein hypothetischer (idealer) Zusammenhang zwischen beiden,dem Isthmus von Panama nicht unähnlich, der auf gleiche Weiseden uord- uud südafrikanischen Continent verbindet, wie dieserMalakka mit Neuholland . Mag mau sich den iusularischen Isth-mus nun als einen einst primitiv continentalen, wie jenen ame-rikanischen denken, der erst durch Zertrümmerung seine gegen-wärtige Gestalt erhielt, oder als einen erst durch eruptive Hervor-hebungen aus einem Zwischenmeere entstandenen, in beiden Fällenhat der Continent von Asien dadurch eine ungeheure Erweiterung(von etwa 50,000 HHMeilen Insel-Areal) uud eine sehr großeBereicherung seiner Südost-Gestadeseite erhalten. Aber so großwar diese sich ablösende Erweiterung, daß ein ganzer Völkerstamm,der auch den Continent von Asien theilweise bevölkern konnte,nämlich der Malayische, auf dieser großen Inselgruppe seineeigentliche Heimath faud. Asien selbst trug dcu geringstenGewinn von seinen Trabanten. Nur der maritime Südostrandwurde durch dieses Jnsclmeer berührt, sein Continent davon nichtdurchdrungen, der fast gar keine Rückwirkung durch die Inselwelterfuhr. Dagegen hat der Nachbar-Erdtheil Australien seinennatürlichen und ethnographischen Verhältnissen nach von dieserErweiterung manche günstige Erfolge aufzuweiseu. Nicht nur vonAsien aus wurde er durch diese Vermittelung zuerst entdeckt,