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ausmacht, und den physikalischen Natnrverhältnissen, zumal denMeeresbewegungen und der Lage der größern Inselgruppe nach,mehr dem Norden als dem Süden des Erdtbeils zu gute kommenkonnte. Das Antillenmeer hat die doppelte Größe des europäi-schen Mittelländischen Meeres (36,613 ^Meilen), nämlich 76,520^Meilen Wasserfläche, und war daher schwerer für die Culturund Civilisation zu gewinnen, als jenes.
Nordamerika hat das große Uebergewicht in der Civilisa-tion über den Süden Amerikas davongetragen, wie überhaupt inallen Erscheinungen analoger Art die Nordhemisphäre über dieSüdhemisphäre. Und doch ist auch der tropische Süden Amerikas an Naturschätzen viel reicher begabt als der temperirtere Norden.Der Nordhalbe ist dagegen bei der größern Abweichung seinerNormalgestalt von der des Triangellandes auch eine größere Man-nigfaltigkeit der Küstenentwickelung, Gliederung, durch tief einschnei-dende Meerbusen, Meeresarme, Buchten und Jnselreichthum zuTheil geworden.
Die Masse seines triangulären, wegen des breiter gebliebenenSüdendes fast trapezoidisch gebliebenen Körperstammes ist, wiedas bei Asien der Fall war, vorherrschend über das Areal derGlieder, die keine so enorme Größe wie bei Asien erlangt haben.Mehrere seiner Gliederungen sind, wieder wie bei Asien , gegenden Osten, Süden und einige auch gegen den Westen gekehrt. Zuden nordamerikanischen Gliedern und Inseln gehören: Die nord-östliche Inselgruppe Grönlands , die Jahrhunderte hindurch füreine Halbinsel gegolten, erst seit 1820 durch Parrh's Entdeckungder Barrowstraße als selbständige Insel abgelöst wnrde, BanksLand/Boothia Felix, Cockburn, die Melville-Halbinsel ,die Ojstmain- und Labrador-Halbinsel, Nen-Braun-schweig, Neuschottland; die Halbinsel Florida , gegen Südgerichtet, aber bloße Dnnenreihe, 2700 UlMeilen.