Hierbei zeigt sich die Wirkung der Warthe - und Oder-regulierung in der Ermässigung der Fracht nach Stettin um0,50 M. per Tonne.
Auf der unteren Netze bis Nakel stellen sich dieFrachten nach dem Westen auf ca 1 — \ l j 2 Mk höher als dievon Posen aus, während die Frachten von der oberen Netzel'/a—2 Mk teurer sind.
Die Höhe der Frachten nach dem Osten, die nur fürdie Netze in betracht kommen, (von der Warthe aus lohntsich der Wasserweg nach Danzig und Königsberg nicht),stellt sich von Nakel nach Bromberg ungefähr der vonPosen nach Stettin gleich, also ca. 1,50 Mk weniger als diejeweilige Fracht Posen-Berlin. Von Bromberg nach Danzig ist die Fracht noch um ca 3 /* Mk billiger.
Nach Königsberg fahren die Schiffer wegen der aufdem Frischen Haff für ihre kleinen Kähne drohenden Ge-fahren sehr ungern. Nur der Sommer kommt daher inbetracht und für die Strecke Danzig-Königsberg kommtdann ein Zuschlag von 2Mk pro To. in Anrechnung.
Seit dem Inkrafttreten des Ausnahmetarifs nach demOst- und Westpreussischen Häfen ist die Konkurrenz derEisenbahn so gross, dass Kahnladungen nach Danzig undKönigsberg ihre vorherige Bedeutung sehr eingebüsst haben.
Ein Bild der Schwankungen in der Höhe der Frachtenvon Posen nach Berlin, in den Jahren 1897 — 1910 gibt dieTabelle V. (siehe Anhang), die ich ebenfalls Herrn FerdinandLevinsohn verdanke.
Danach ist die billigste Fracht am 5. Mai 1904 mit3,75 Mk per To., die teuerste am 24. Oktober desselbenJahres mit 9 Mk per To.
Die Assekuranzgebühren werden nach dem General-prämientarif für den Wassertransport (1874) (IX. Ausgabe,April 1898) berechnet. Dieser Tarif ist herausgegeben vomVerbände der Transportgesellschaften, dem im Jahre 191029 Versicherungsgesellschaften angehört haben.
Nach diesem Tarif ist für die Fahrt Posen-Berlin alsPrämie 1 j 5 °/ 0 des Werts angesetzt, sodass auf Grundlageeines Preises von 150 Mk per 1000 kg in loser Schüttung0,30 Mk, gesackt 0,22 ^Mk. in den Sommermonaten beträgt.In Frühjahrs- und Herbstmonaten erhöht sich die Prämieum 50 0 /° in den Wintermonaten um 100 %-