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3 (1931) Weltkrieg und Zusammenbruch
Entstehung
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Lord Haidane Gesuchte mioh heute,um mit mir dieff cb&Sj^JjL fetpolitische Lage su besprechen .Wahrend der längeren Unter-redung betonte er wiederholt die Notwendigkeit,in der

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orientalischen Krisis su einem Ausgleich der Gegensätze

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^su gelangen, da es unabsehbar sei,welche Folgen eine kriege-rische Verwickelung,in die eine oder mehrere der Gross-mächte hineingesogen wurden,haben konnte.England sei unbe-dingt friedlich und kein Mensch wolle hier den Krieg,schonaus wirtschaftlichen Gr-ünden .Aber bei einem allgemeineneuropäischen Wirrwarr,der sich doch aus dem EinmarschÖsterreichs in Serbien ergeben konnte,falls Serbien nichtgutwillig die besetzte Adriaküste räumte , sei es kaum wahr-scheinlich, das s Grossbritannien werde der stille Zuschauerbleiben können.

Ich entgegnete,ich wolle nicht die Frage an ihn rich-ten, ob das so viel hiesse,als ob England alsdann gegen unsfeindlich vorgehen würde.Er erwiderte,dass das gewissnicht die notwendige,wohl aber die mögliche Folge einesKrieges sein würde swischen beiden kontinentalen Gruppen.Die Wurseln,so drückte er sioh aus,der englischen Politiklägen in der hier allgemein verbreiteten E'mpfindung,dassdas Gleichgewicht der Gruppen einigermassen aufrecht suerhalten sei.England würde daher unter keinen Umständeneine Niederwerfung der Franzosen dulden können,die er,ein\grosser Bewunderer unseres Heerwesens und unserer militä-

Seiner Exsellens

dem Reichskanzler

Herrn von Bethmann Hollweg i, im a . l . .

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