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LEHRER UND SCHÜLER
verlor darüber seine Pfarre, wurde aber nur immer verstockter. Seitdemich preußischer Minister geworden war, griff Hopf nicht selten auch michin seinem Blatt an, weil ich den Grundsätzen von Vilmar und Julius Stahl ,die einst im Hause meiner Eltern in Frankfurt geherrscht hätten, untreugeworden sei. Als ich 1909 mein Amt niederlegte, schrieb er einen Artikel,den er mir übersandte, in dem er die Hoffnung aussprach, ich würde jetztendlich zu den Grundsätzen und Anschauungen der fünfziger Jahre zurück-kehren, dann könne mir mein Fall noch zu dauerndem Segen gereichen.Ich bin dem starrköpfigen Hopf trotzdem nicht böse, schon weil er, darinein echter Schüler von Vilmar, mein Verständnis für die deutsche Sage, fürunsere gewaltigen nationalen Heldengedichte, vor allem für das Nibelungen-lied, erweckte.