Einleitung.
Kurzer Abriß der Eisenhüttentechmk.
§. 1. Die innigen Beziehungen, welche zwischen der tech-nischen Gestaltung eines Industriezweiges und seiner ökonomischenLage obwalten, lassen es räthlich erscheinen, der gegenwärtigenAbhandlung einen kurzen Abriß der Eisenhüttentechnik vorauszu-schicken. Der Fachmann wird darin wohl nichts Neues finden.Allein der Antheil an den Verhältnissen der Eisenindustrie, —vorzüglich angeregt durch den Streit über die Eisenzölle, — gehtheut zu Tage so weit über den Kreis der GewerbSgenossen hin-aus, daß jeder wissenschaftlich Gebildete und vornehmlich jederhöhere Beamte und Staatsmann bemüht ist, sich ein eigenes Ur-theil in dieser hochwichtigen Frage zu bilden. Ohne die techni-schen Grundzüge eines Gewerbes zu kennen, wird aber Niemandzu einer klaren Anschauung der volkswirthschafilichen Verhältnissedesselben gelangen.
Den Rohstoff sür die Eisenerzeugung bilden die Eisenerze.Von den verschiedenartigen Verbindungen abgesehen, welche dasEisen mit Schwefel, Phosphor, Chrom, Arsenik, Chlor u. s. w.eingeht, und die theils nur allgemein wissenschaftliches Interessedarbieten, theils aber anderweitigen technischen Zwecken dienen(wie dies z. B. mit dem Eisenvitriol, Chromeisenstein, Arsenikkiesu. s. w. der Fall ist), bieten nur folgende Gattungen von Erzen,
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