letzterem Lande wurde früher sehr viel Rohstahleisen von rhei-nischen und westfälischen (siegenischen) Hütten ausgeführt, wasaber allmälig fast ganz aufgehört hat. Die außerordentlich hohenEinsuhrzölle auf Roheisen und Stahl und die in Frankreich be-deutend gesteigerte Cementstahlfabrikation tragen hievon die Schuld.
Von den unter pos. K. !?. verzeichneten und ebenfalls sehrgeringen Ausfuhrquantitäten kommt wohl nur die kleinere Hälfteauf Stab eisen, die größere aber ans rheinischen und westphä-lischen Roh- und Raffinirstahl. Das Stabeisen geht nachder Schweiz, Frankreich, Holland und Hannover ; der Stahl meistnach Frankreich, etwas auch nach Belgien, Holland und Hanno-ver . Der Umstand, daß er mit großer Härte eine außerordent-liche Zähigkeit verbindet, sichert ihm, trotz der enormen Eingangs-zölle Frankreichs und trotz der Konkurrenz des französischen undenglischen Gußstahls, immer noch einen kleinen Absatz auf drittenMärkten, der freilich sehr abgenommen hat.
Das ausgeführte Kl ein eisen besteht meistens aus Nagel-und Bandeisen, die von den badischen Eisenwerken nach derSchweiz gehen. Blech und Draht gehen, jedoch gleichfalls inkleinen Quantitäten, nach der Schweiz , dem Steuerverein, denHansestädten, Holland u, s. w.
Die Ausfuhr von Gußwaaren, meistens Oefen und Pot-terien, in letzterer Zeit auch Maschinen und Maschinentheiie, gehthauptsächlich nach dem Steuerverein, Holland , Oesterreich undder Schweiz ; einiges gelangt auch über die Hansestädte zumüberseeischen Ervort.
Von Eisen- und Stahlwaaren geht etwa die Halsteder Ausfuhr nach dem Steuerverein, Holland, Belgien und derSchweiz , während die andere Hälfte theils in direktem Verkehr,theils durch den Zwischenhandel der Hansestädte, sowie der holländi-schen, belgischen und selbst englischen Hafenplätze nach allen Thei-len der Welt versandt wird. Die Levante und Nord-Amerika sind besonders gute Abnehmer dieser Waaren, die fast ausschließ-lich bergischen und märkischen Ursprungs sind, namentlich vonSolingen, Remscheid und Enneper Straße. Der Erport feinerEisen- und Stahlwaaren ist im Zunehmen begriffen; bei denWaaren mittlerer Gattung ist dies weniger bemerkbar.
Die Richtung der Ausfuhr von 1845 bis 1849 folgt umstehend: