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Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
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2 Sgr., die Herzogl. v. Ratibor 'schen Werke 2 bis 3 Sgr. proCtr. Erz) und im Durchschnitt gewiß 7 Sgr. (der Hüttenpreisdes ErzeS auf den Ctr. Roheisen folglich 14^ Sgr .) beträgt, sorichtet sich der amtliche Tarpreis mehr nach den wirklichen För-derungskosten, und läßt die Verkaufspreise unberücksichtigt. Letz-tere betragen nach v. Carnall bei den maaßgebenden Braun-eismerzen im Durchschnitt 9 bis 10 Sgr. pro Tonne auf der Grube,also gegen 16 bis 17 Sgr. auf der Hütte, was mit obiger Be-rechnung stimmt. Da nicht alle Hütten eigene Eisensteingru-ben besitzen, so muß wenn man den Thatbestand der gegen-wärtigen Lage feststellen will, dieß Verhältniß mit in An-schlag kommen. Während also, wo Hütten und Gruben voll-ständig in einer Hand sind, wo also kein besonderer Gewinnauf die Crzförderung berechnet wird, das zu einem CentnerRoheisen erforderliche Erz in der Regel nur 14^ Sgr. kostenmag, wird man doch im Durchschnitt mindestens 16 Sgr. anneh-men müssen, da gegen ^ des verhütteten ErzeS angekauft wird.Die günstigst belegenen Werke und Gruben stehen nicht unbe-deutend unter jenem Durchschnitt, Auf Königshütte z. B. kostete,nach den der Conferenz von 1842 gemachten amtlichen Mitthei-lungen, das Schmelz-Material auf den Centner Roheisen imDurchschnitt der drei Jahre 18^ 11 Sgr. 9 Pf. (gegenwärtigwohl nur 10 Sgr. mehr), während es auf einem großen Theilder ober- und niederschlesischen Werke bis 20 Sgr. und darüberzu stehen kommt. Nach der Enqusle von 1848 kosteten auf Lau-rahütte die zu 1 Centner Roheisen verwandten 3 verschiedenenErzsorten 14 Sgr. 5 Pf., und mag dieß darthun, wie jener Durch-schnittpreis von 16 Sgr eher zu niedrig, als zu hoch gegriffen ist,indem Laurahütte weit besser liegt, als der größere Theil derschlesischen Werke. Die Holzkohlenbochöfen haben durchschnitt-lich die Erze noch theurer als die Coakshochofen.

Der schlesische Eisensteinbergbau ist durch besondere Abgabennicht belastet.

Was nun die Kosten des Brennmaterials betrifft, so habenwir zwischen Holzkohlen und Coaks zu unterscheiden. Beiersteren, wobei immer noch der größte Theil des schlesischen Roh-eisens erblasen wird, hat es die größten Schwierigkeiten, einenDurchschnittspreis anzugeben. Nicht bloß in der außerordentlich