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Die Produktion wird verschieden bis zu 130,000 Centnerbei 19 — 22 Hochöfen angegeben. Es ist dies Quantum jedochoffenbar zu gering, denn es wurden an Stabeisen ausgeführt:
1846 ..... 62,000 Ctr.
1848 ..... 95,380 -
und außerdem an Nägeln und sonstigen Eisenwaaren noch etwa2000 Centner. Rechnet man nun auch den inneren Consum nurzu 8 Pfund pro Kopf, so macht dies allein bei einer Bevölkerungvon 1,400,000 Einwohner gegen 100,000 Centner. Die Roh-eisenerzeugung muß sich also in den letzten Jahren (da die Cisen-und Eisenwaareneinsuhr jährlich nur 3 — 5000 Centner beträgt)auf mindestens 215,000 Centner belaufen haben; wahrscheinlichwar sie noch höher. Genaue Angaben fehlen ganz, währenddie offizielle Statistik Schwedens nichts zu wünschen übrig läßtund vielen in der Kultur weiter fortgeschrittenen Staaten zumMuster dienen könnte.
5. N u ft l a n d.
Z. 36. Mit Rußland treten wir in die Reihe derjenigeneuropäischen Staaten ein, wo der Statistik nur sehr dürftige An-haltspunkte mehr gegeben werden.
Die Eisengewinnung im europäischen Rußland ist jedenfallsnur geringfügig zu nennen, wiewohl sich in den meisten Gou-vernements einzelne Hüttenanlagen finden. Sie wurde zuzüglichder polnischen im Jahre 1836 von Hasse nur auf 235,000Centner geschätzt, was indeß offenbar selbst für jene Zeit zu.niedrig ist. Im astatischen Rußland ist dagegen der Ural einberühmter Sitz der Eisenerzeugung, namentlich das GouvernementPerm und demnächst Orenburg . Das meiste im europäischenRußland verbrauchte und von dort ausgeführte Eisen kommt ausdem Ural ; einzelne aus Magneteisenstein dargestellte Sorten wer-den zum Behuf der Gußstahlfabrikation dem besten schwedischenEisen vollkommen gleichgestellt und theilweise noch höher bezahlt.Der größte Theil der Hüttenwerke im Ural ist ärarisch; vielederselben sind sehr gut eingerichtet.
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