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^ gleich auf der Nebenseite des Titelblats ein Stuck mitten ans„der Vorrede abgedruckt stehet. Hinten steht 1) ein Reqi-„stet vbcr die Capitel dieses biichlews 2) ei» alph.„vber die Locos Communes P. Mel."
Dieses Buch ist von Panzer, welcher doch Strobel's Werkvielfältig benutzt und angeführt hat, unbeachtet geblieben, wie dies schonin ähnlicher Weife mit der Leimbach'sehen Practica von 1499geschehen. S t r o b c l besaß, wie das * bei der 6 zeigt, das Buch selbst.Leider! habe ich das Werk, dessen Borhandenseyn, bei Strobel'sgroßer Zuverlässigkeit, unzweifelhaft ist, nicht zu eigner Ansicht erlangenkönnen. Jedenfalls muß es als ein kostbares Dokument betrachtet wer-den, welches vielleicht auf eine im Sinne der Reformation hier geübte,aber bald wieder unterdrückte typographische Thätigkeit (die späterjedoch möglicherweise fortgefetzt wurde) 7 ) schließen läßt.
7) Eine Stelle in CrcssenS ?lnnalen (einer handschristlichen Chronik ausdcm Anfange des 17. Jahrhunderts, welche, leider! jetzt unvollständig, aufhiesigen! Rathhause iu dem Kämmerei-Locale aufbewahrt wird) scheint aufeine selche hier geübte Thätigkeit hinzuweisen. Diese Stelle (in dem Bandvon 1500 bis 1550; sni> anno 1540; vgl. auch Dreyhaupt I. Th.@. 971.) besagt, daß Kardinal Albert de» Rath habe befehlen lassen„vleißig achtung darauf zu geben daS nicht neue gedruckte matcria(vorzüglich mit Bezug auf Luther'sche Schriften und Gesänge) feile gehabtwürde oder sonst in Stadt Halle gebracht werde, cS wehre den zuvor» durchunsern Official besichtiget und überlesen und darnach zugelaßeu, welchesdan der vorige Rath vleißig gehalten hatt u. f. w."