50
druckerei, aus welcher bis zu seinem 1592 im neunzigsten Lebens-jahre erfolgten Tode viele Werke auch für fremden Verlag hervor-gingen.
Nähere Nachrichten über seine häuslichen Verhältnisse findetman in „Die so nöthig als nützliche Buchdruckcrkunst" I. TheilS. 97 fg., wo auch sein Bild, nach einem in Roth-ScholzensIcones bibliopolararn et typographonim enthaltenen Portrait, bei-gcgeben ist.
Gau bisch's Beziehungen zu der Hallischcn Buchdrucker-geschichte beruhen nun auf folgendem Grunde. In dem Katalogeder Frankfurter Büchermesse, welcher von den Erben Zoh. Porten-b ach's und von Tobias Lutz, Buchhändlern zu Augsburg, eine Zeit lang gemeinschaftlich herausgegeben wurde l ), ist in demHerbstverzeichnisse 1578 und in dem Fastcnverzeichnisse 1579 auf-geführt:
I) Gcinz besonders in Bezug auf die Geschichte des Buchhandels, der, wieEbcrt schon so oft beklagte, immer »och seinen Historiogravhen zu erwar-ten hat, ist eine Berücksichtigung der bisher fast ganz unbeachtet gebliebenenälteren Meß-Katalogc wünschcnswerty, ja unerläßlich. Diese Verzeich-nissc, welche mir fast vollständig bis zum Ende des 17. Jahrhunderts zurHand gewesen sind, finden sich in vielen bedeutenden Bibliotheken entwedergar nicht, oder doch nur höchst fragmentarisch.