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Christoph Salfeld selbst schcinr in letzterer Hinsicht weniggethan zu haben, denn wir begegnen seinem Namen in den Meßver-zeichnissen nur zweimal (1664 und 1669), dagegen beschäftigte ersich wohl mehr mit dem Druck von fremden Verlagswerken, so wievon Lokalschristen (die Hallischc Katechismus-Bibel von 1641, in derMarienbibliothek Oelh. 8vo. ZI., erschien u, a. bei ihm) und mitArbeiten für die Regierung, in deren Auftrag er u. a. die Ertzstiff-tische Magdeburgische Kirchen Agenda 1663 druckte.
Seine Wittwe scheint die Ofsicin, welche bei seinem Tode,einem in dem Dryander'schen Exemplare der Ocffcntlichen Jubel-zeugnisse enthaltenen Trauergcdichte zufolge nur drei Gehülfen zählte,selbstständig fortgesetzt zu haben, denn nach einer Angabe bei Kirch-ner erlernte Johann Grünert 1682 die Kunst in der Buch-druckcrei von Christoph Salfeld's Wittwe, wohin Grüne rt1694 wieder zurückkehrte. Diese Salfeld'sehe Ofsicin ist es wohlauch, welche Friedrich Andreas Hübner 1704 erkaufte undmit welcher er von hier wegzog.
Christoph Salfeld's ältester Sohn, David, geb. den1. März 1652 und gestorben den 14. Mai 1686, war FürstlichMagdcburgischcr Hofbuchdrucker und kommt in den Meß-Katalogennur einmal (1676) vor. Er druckte u. a. Olearii Halygraphiaaucta et continuata 1679 für den hiesigen Buchhändler Sim.Joh. Hübner.