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Zwei Reden an Kaiser und Reich / von Johannes Sleidanus. Neu hrsg. von Eduard Böhmer
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quidani, et omnino tales , ut nemini mirum videri possit, eisdoctrinam haue ingratam et injueundam esse. Itaque prudenteret recte fecernnt ii, quos diximus, proceres, quod regem suuminterpellarunt, et ad moderationera hortati sunt, ne quod gra-vins inde malnm exoriatur. Ciarum igitür est ae indubitatum,doctrinam hane uon [0 iij] modo non parere seditionem ullam,verum etiam illustrare maxime dignitatem magistratuum, etincitare populuni, ut iis ex auimo pareant.Si ergo propter alteram harum eausarum, aut propter utram-que simul, decretuua illud, cujus meminimus, fecisti, jam certerationem vides, cur aliter statui debeat, ut ne arbitrenturhomines, non te fuisse per Imperium rationes illas initurumcomponendi dissidii, si, quemadmodum tuis populis imperas,ita quoque Germania3 posses imperare. Voluutatem atque Stu-dium tu um in comitio Ratisboine, multum prsedicant omuesconcordias studiosi, tibique maximam eo nomine gratiam habent,

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ietz kän mans uit mehr dulden, und haben also obgemelteStatt, erbar und christlich gethon , das sie ire von Got ge-gebene Oberkeit derhalben ersuchet und gebetten, ein gnedigeinsehens zu thun, allen unrath, so aus der geschwindigkeitentstehen möchte, zu verhüten. Also fihdt es sich, das diselere nit allein keine emböruug zurichtet, sonder auch, das siezu rechtem Christlichem gehorsam das volck ermanet und ein-füret, Und das die Hypocritische ohrenblaser und an träger,allen unrath und Unwillen zwischen der Oberkeit und uuder-thanen zurichten und erhalten.

Darumb, wo E. M. obgemelte Edict, diser meinung auff-gerichtet, hat sie fug und ursach, ietz andere einsehung dareinzu thun, Damit es nit angesehen werde, wenn E. M. TeutsclierNation solchen bezwang auflegen möcht, wie sie dann in irenErblanden thun mag, sie würde solche gutige underhandlungnit vorgenomen, sonder eben gethon haben, wie sie in obge-melten iren Erblanden thüt und gebeut. Es ist E. M. auffjüngstem Reichstag, irem Ampt, herrlich und wol nachkomen,ist auch billich, das alle fridlieben[23]de Stiind E. M. ander-thiiniglich derhalben daneben. Wo es aber E. M. in irenErblandeu , noch so steiff und geschwind halten würde, wie