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Paläographischer Nachweis der Unächtheit der Kölner Freimaurer-Urkunde v. J. 1535 / Gustav Schwetschke
Entstehung
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is egredletur talie, qmnqtte fiyuris extensus, fcilicel:JLÜLCI'"'

In wie weit Joh. Bapt. Palatino, welcher zuRom 1544 ein Werk über die verschiedenen Schrift-arten drucken Hess, in welchem auch die Kryptogra-phie vorkommt, die Quadrat-Chiffre gekannt habe,vermag ich, da das Werk mir nicht vorliegt, nichtzu bestimmen. Nach, einer Stelle in dem N. Lehrge-bäude der Diplomatie (deutsche Ausg.) Th. II. S. 366gab Palatino in seinem Werke auch zwei Muster von12 Quadratzeichen."

Der Neapolitaner Joh. Baptista de Porta,dessen Schrift De furtivis lilerarum noiis zuerst inNeapel 1563 erschien, lässt sich in des 2. Buches14. Cap., welches die Ueberschrift trägt:Varij feri-bendi modi , (jidbus omnes fere vulgo vti folent, tum alijcid idem exemphim ä nobis excogltaii" über die Qua-drat-Chiffre folgendermassen vernehmen:

,, Alius etiam tritus eft feribendi modus, quo rußici,mulierculae, ei pueri etiam vtuntur,"

wonächst eine Anleitung zur Bildung dieser Schriftartmit Anwendung eines lateinischen Alphabets von 21Buchstaben in der nachstehenden Weise