VII
inwiefern das öffentliche Interesse mit. Kapital undEnergie hei dem einen oder anderen Erwerbszweigebeteiligt ist. Bei Londoner Börsengeschäften ist diesaber ganz und gar unmöglich festzustellen, dennman könnte wohl berechnen, wie hoch der Umsatzin den gehandelten Aktien pro Jahr ist, aber manwürde nie dahinter kommen, wie viel Kapital, be-sonders deutsches Kapital, auf das reine Börsenspielverschwendet worden ist. Es wird daher genügen,hier festzustellen, dass nach Aussage der ersten undältesten hiesigen Maklerfirmen heute über doppelt soviel Leute in Minenwerten, trotz aller Enttäuschun-gen des Publikums, spekulieren als vor sieben Jahren.
Der berühmte Arzt Zimmermann sagte einst,dass, wenn einmal eine Statistik darüber veröffent-licht würde, wie viele Leute durch den Besuch vonBädern nicht geheilt würden, wohl überhaupt keinMensch mehr ins Bad reisen würde. Es ist mit denKurlisten wie mit den Kurslisten: die Namen derGestorbenen und der Hereingefallcnen werden darinnicht erwähnt.
Wenn also nur einige wenige unter vielen durchdie Winke und llatschläge, welche wir nachstehendgeben, Vorteil ziehen werden, dann ist die moralischeMission des Buches schon erfüllt. Der Spekulant istverloren ohne einen treu beratenden Freund, dennaus seinen eigenen Erfahrungen lernt er meistens nurVerzweiflung und den Abscheu für alles, was vonLondon kommt, und auch diejenigen, welche sichwegen Mangels an Mut oder Bat noch nicht anLondoner Börsenspekulationen herangetraut haben,werden durch die Lektüre dieses Buches vielleicht »
Vorteil ziehen können. Wir sagen ja gar nicht, dassman nicht auch durch Spekulation Geld machen kann,