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Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
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teresse zu nehmen beginne. Dass dieses so kommenwürde, darüber herrscht ja in allen Kreisen auchnicht der geringste Zweifel, es war eben nur eineFrage der Zeit. Die Lust zum »Spekulieren wirdnie aussterben, denn das Wagen und Wetten isteben in der Frust eines jeden Mannes mehr oderweniger eingepflanzt und London ist besonders derPlatz für den Kühnen und doch Vorsichtigen.

Dass es nicht immerfette Tage an der Börsegiebt, das ist ja gerade eine Grundbedingung desVerdienens durch »Spekulation. Die Hausse und Baisseder Börse wird dadurch hervorgerufen, dass dasPublikum immer nur in einer Dichtung vorherrschendtätig ist. Im Kaufen oder im Verkaufen: Irgendeine Mine kommt in Mode, sofort stürzt alles aufdie Shares und kauft sie auf, unter fortwährendem»Steigen, dann kommt eine andere dran, so gelits fort,bis alle Werte gekauft sind und die Reaktion, sosehr gefürchtet von dein Unkundigen, eintritt. Die-jenigen nun, welche noch keinen Gewinn erzielt, ver-suchen nun mit bewunderungswürdiger Ausdauer,ihre in stetem Fallen begriffenen Aktien zu halten.Ja, aber die Preise fallen immer mehr und mehrund schliesslich bricht die Energie des unglückseligenSpekulanten zusammen, er schimpft, dass er hereingelegtworden ist, und verkauft zu einem wahren Spottpreise.Mut zum Hinzukaufen, um sich seine Ware zu verbil-ligen, findet in der Regel niemand. Also das ganze Ge-heimnis des Verlustes liegt darin, dass das Publikumnie kauft, wenn die Tendenz nach unten liegt.

Es giebt eben nur eine Hauptregel für die Spe-kulation, das ist die Gewissheit, dass schliesslich