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Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
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lallt selbstverständlich in einem recht unangenehmenTempo, undder Rest ist Schweigen!

Die geringste Summe für Betriebskapital einesMinenunternehmens sollte nicht unter 30000 Pfd. St.betragen und nicht unter 50000 Pfd. St., wenn ganzbesondere Aufschliessungsarbeiten, wie tiefe Schacht-grabungen etc. bevorstehen.

Auch der einfache Umstand, dass schon viel Goldaus einer Mine herausgeholt ist, blendet die meistenSpekulanten. Eine Goldmine ist doch keine Gold-fabrik ; sondern ein Lager, welches früher oder spätereinmal erschöpft sein muss. Perner sollte man Pro-jekten, wo die Verkäufer mehr als 60 oder gar 70°/ 0des gesamten Aktienkapitals kontrollieren, keinInteresse zuwenden, ebenso sollte man in der erstenZeit des Bestehens eines Unternehmens von Zeitungs-nachrichten keine Notiz nehmen, da dergleichen inder Presse verbreitete Berichte doch nichts weiterals bezahlte Arbeit sind. Es nimmt eben Monatein Anspruch, den wirklichen innern Wert einer Minezu erproben. Alle Nachrichten, besonders die Ana-lysenberichte, welche, wie unsere Leser wohl wissen,in erster Linie zu Marktmanipulationen verwandtwerden, solltencum grano salis aufgenommenwerden. Wenn Analysenberichte veröffentlicht wer-den, dann sollte dies schon regelmässig geschehen,ob nun der Bericht schlecht oder gut ausfällt. Sokennen wir z. B. Fälle, wo der Sekretär einer Minen-gesellschaft mit viel Eklat veröffentlichte, dass Erzevon 1, 2 und sogar 3 Unzen auf die Tonne gefundenworden wären; die Thatsache aber, dass auch Erzevon nur 10 dwts. pro Tonne und weniger, einige Tage