130
denn sonst wird es einem passieren, dass beim Fällig-keitstermine der Prämie das Prämiengeld verloren ist,denn eine solche Transaktion ist in London nichteinklagbar, und kann man einen Kegressanspruch nurhei einer Inside Broker Firma geltend machen. ImPrinzip ist aber das Prämiengeschäft doch nicht der-artig lohnend, als es auf dem Papiere erscheint; dennwir wissen nur zu gut, dass die grossen Häuser, alsodiejenigen, welche den Brokers diese Optionen ab-geben, schon alles mögliche versuchen werden, umam Verfalltage den Markt derartig zu manipulieren,dass jene die Prämie einstecken können, und auf alleFälle nicht noch Kursgewinne darauf auszahlen müssen.Wer voriges Jahr derartige Prämien gekauft hat.wird ja hiervon ein Lied zu singen wissen. NiedrigePrämiensätze sind in den meisten Fällen ein Baro-meter dafür, dass die grossen Häuser nicht an grosseKursavancen glauben, und klug gewordene Speku-lanten, wir meinen nämlich diejenigen, welche schonGeld verloren, denn an der Börse, wie im Lehen,wird man nur durch Erfahrung klug, wissen rechtwohl, dass das Prämiengeschäft auf einer Theorieberuht, welche mehr denn grau ist.
Oh nun Shares an und für sich gut oder schlechtsind, kann schliesslich demjenigen, welcher nur vor-übergehende Kursgewinne herausholen will, doch ganzgleichgültig- sein. Für schnelle Kursgewinne mögensogar schlechte Shares unter Umständen viel bessergeeignet sein, als gute, deren innerer Wert mehrbekannt ist und mit denen also infolgedessen nichtso viel herummanipuliert werden kann. Es ist nurmanchmal schwer, zwischen guten und wertlosen