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Beispiele der jüngsten Zeit, wobei auch viele deutsche Spekulanten viel verloren haben müssen: der Ge-duld Deeps und Cuban Mining Exploration; inletzterem Falle fielen diese Aktien, welche in ge-schickter Weise bis über 5 Pfd. St. hinaufgetriebenwurden, auf ca. 1 Pfd. St. Der unkundige Speku-lant, welcher „fern von Madrid “ diese Hiobspostempfing, hatte natürlich nicht die geringste Ahnung,dass der Kurs nur ein künstlich gezüchteter, ein„Strohfeuer“, war. Natürlich lässt sich eine der-artige Manipulation auch nur in solchen Aktiendurchführen, welche noch nicht, wie oben erwähnt,für die jeweilige, alle 14 Tage stattfindende Ab-rechnung in Frage kommen, und wir wollen aufdiese Fälle hier nur noch warnend aufmerksammachen. Man erkundige sich jedesmal vor Ankaufsolcher Aktien, ob erstens ein freier Markt in den-selben an der Börse bestehe, zweitens, ob dieselbenauch als lieferbar gelten; denn sehr oft ist es derFall, dass ein gewisser Teil von Aktien noch nichtzugelassen ist, d. h. nur diejenigen Aktien, welchedas Betriebskapital des Unternehmens repräsentieren,während die sogen. Yendorsliares, also diejenigen,welche der Vorbesitzer der Gesellschaft als Kauf-summe erhalten, erst später an der Börse als voll-berechtigt gehandelt werden dürfen. — In vielenFällen wird nun das nichts ahnende Publikum mitletzteren betrogen und merkt dies natürlich leidererst zu spät.
Auch durch Dividendenzahlungen allein sollteman sich nicht zum Ankäufe von Minenaktien ver-leiten lassen, denn eine solche Transaktion wird oft