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Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
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solcher Schritt würde zweifellos, so theoretisch der-selbe an dieser Stelle auch aussehen mag, manchenEnttäuschungen zur rechten Zeit Vorbeugen.

Die sogen. Tapekurse, d. h. also, die verschie-denen jeweiligen Kursschwankungen sind in keinerWeise der geringste Anhaltspunkt dafür, dass einoffener Markt in Minenaktien bestehe. Diese Tape-kurse, um uns recht bildlich auszudrücken, bildeneine ArtCorps de Ballet für das nichtsahnende Publikum, und mancher Spekulant wirdaus Erfahrung wissen, dass diese Kurstänze unddie dazugehörige Musik, hier also die begleitendenBerichte, eben nuraus Pappe nur Theaterwaren. Gieht es denn etwas einfacheres, als einekünstlich gezüchtete Minenaktie auf der Tape-kursliste einpas de seul zum Vergnügen desspekulierendenTublikums tanzen zu lassen? Die dieStrippe ziehende Pinanzgruppe bringt ihre Mario-netten eben selbst in graziöse schwungvolle Bewegung,ohne erst auf das Publikum zu warten, indem siedurch einen Makler für sich selbst kaufen und ver-.kaufen lässt; und der mit hoffnungsvollem Erstaunendie Schwankungen der Kurse beobachtende Spekulantsteht natürlich unter dem Eindrücke, dass alle dieseKursschwankungen auf das natürliche Gesetz des An-gebots und der Nachfrage zurückzuführen sind, und wirdhierdurch zum Einsteigen, zum Kaufen veranlasst.Lässt denn nicht auch der Schaubudenbesitzer aufeinem Jahrmärkte vor der Vorstellung ausserhalb1 seiner Bude einige Marionetten gratis, das ver-gnügungssüchtige Publikum ergötzend, etwas vor-tanzen ? Dieses Kunstmittel wird niemals seine Kraft