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schien doch nicht eingeschlagen zu haben. Die Annon-cierungspolitik Loewys ist ja auch zu Genüge be-kannt und mit Hilfe seiner beiden Reisenden mit je1000 Mark Gehalt monatlich scheint er immer nochLeute zu finden. Sogar die Leser der „MeggendorferBlätter “ sind vor Loewy nicht sicher (natürlich nichtim redaktionellen, sondern im Annoncenteil). Wennwir durch diese Warnungsrufe auch nur wenige zurück-gehalten haben, ihr Geld diesem Manne zu opfern, sosind wir doch überzeugt, das wir zur Aufklärungund Besserung eines systematisch betriebenen Schwin-dels beigetragen haben.
Von der „Financial & Commercial Bank Limited“sind es n.ur wenige Schritte nach der „London undParis Exchange Limited“ alias „Londoner Börsen-halle“ früher „London Stock Market Report“ unddieser Spaziergang durch die zweifelhaften finanziellenInstitute Londons wird sich für den einen oder anderenLeser wohl lohnen. In den Bureaux des Herrn Mande-ville, des Besitzers der obigen „Bank “, gebt es heutewie in einem Bienenkörbe zu, und im Vergleich zuder Loewyschen Bank ist hier anscheinend mehrlos, denn dieses Geschäft ist der grösste „BücketShop“ (Bezeichnung eines Outsidebroker Geschäftes)Londons und ganz Europas. Die „London & ParisExchange“ ist im wahren Sinne des Wortes eineZirkularfabrik, und wenn sie auch nicht entferntso gefährlich ist, wie Loewy, so müssen wir docheinige ihrer Unternehmungen näher beleuchten.Herr Mandeville verschaffte sich die Option aufeinen grossen Posten Kadur Mysore Shares, einerexotischen indischen Mine, oder besser gesagt,