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Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
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setze kaum ein Grund vor, anzunehmen, dass dasWelgedachtergebnis besser ausfallen wird, zumal hierdie Ader doch 400500 Euss tiefer streicht. Wirgeben diese Einzelheiten hauptsächlich aus dem Grundean, weil viele Leute durch den Wortlaut des jüngstenKabeltelegramms mit Bezug auf das Welgedacht-Bohrlochergebnis nicht zu wissen scheinen, dass dieangetroffenen Erzschichten (1912 Euss) gar nicht fürpraktischen Minenbetrieb in Betracht kommen können,noch werden. In einer späteren Auflage werden wirhierauf nochmals zurückkommen.

Noch einige Worte für diejenigen, welche immernoch an eine stürmische Aufwärtsbewegung, an grosseKursfreuden glauben. Wer ein alter Spekulant ist,um sich der 95er Sturm- und Drangperiode zu er-innern, wird wissen, dass damals über den wirk-lichen Wert des Bandes wenig bekannt war, wenig-stens nicht dem spekulierenden Publikum. Dieseungewisse Position bildete das Arsenal, dasWaffen lieferte zu diesem heftigen Wettkampfe undzu den leidenschaftlichsten Ausbrüchen des Börsen-spiels Veranlassung gab, die die moderne Weltjemals erlebt hat. Man konnte diesen Minenaktieneben jeden Wert, je nach der Phantasie der Spieler,beilegen. Heute ist aber die Position gerade dieumgekehrte. Deshalb wollen wir nochmals andieser Stelle betonen, dass in den wohlbekanntenKandminenaktien kaum grosse Kursavancen voroder nach Lösung der Arbeiterfrage zu erwartensein dürften. Werden aber durch alle diese soge-nannten Neuentdeckungen von Erzlagern die sichbereits im Betriebe befindlichen Bandminenunternehm-