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lr>) Seite 171. Nach 1. Absatz, nach „mehr mass-gebend.“
Man liest auch sehr oft die alte abgedroschenePhrase, dass die grossen Iläuser oder die Magnatennur deshalb die Kurse niedrig zu drücken beabsich-tigen, um das Publikum aus ihrem Besitze herauszu graulen und zu billigen Kursen deren Beständeaufzunehmen. Aber, fragen wir den Leser, ist denndenselben während der letzten Jahre nicht unzähligeMale zu diesen Praktiken Gelegenheit geboten wor-den, um Milliarden Pakete von Minenaktien billigaufzunehmen? Heutzutage muss derjenige, welcherdurch Spekulation Geld verdienen will, doch schonfest im Tone sein, um nicht in dieselbe Melodie zuverfallen, die andere ihm vorpfeifen? Unsere Lesermögen uns glauben, dass diejenigen, welche imKaffirmarkte den Ton angeben, sich vollauf bewusstsind, dass es ihnen weniger Mühe kosten würde, eineGelegenheit herbei zu führen, als eine gegebene zubenutzen. Man kann die Magnaten mit der warten-den Penelope vergleichen, welche täglich weht undihre Arbeit wieder vernichtet, um Zeit zu gewinnen,bis der Gatte kommt. Oder wie es im Brantschen„Narrenschiff“ banal zum Ausdruck gebracht ist:„Hie Welt will betrogen sein.“