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Lidice : Roman
Entstehung
Seite
9
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1

Pavel Ondracek, mit seiner Braut Lyda: “Da ist etwasnicht in Ordnung.”

Lyda: “Die Kinder spielen wie sonst.”

Pavel: “Die Frauen tratschen wie alle Sonntage, aberworan denken sie? An dasselbe wie wir?”

Lyda: “Stell’ dich nicht dumm, Pavel, du weisst,worauf die Leute neugierig sind.”

Pavel: “Dann hab’ ich es, meiner Seel, vergessen ueberdeinen Anblick, Lyda.”

Lyda: “Wirklich wahr?”

Pavel: “Mit dir in blumigen Wiesen sitzen, dich Kraen-ze flechten sehen, rings um versinkt die Welt. Nur leiderwar ich nicht kuehn genug."

Lyda: “Ich will dich nicht kuehn. Sei gut und treu! *

Pavel: “Ich kann doch nur treu sein. Nach den Schrek-ken von Prag , bei dir die Ruhe und dein liebes Herz!”

Lyda: “Wie klug, dass du zu uns herauskamst ausder Stadt, bevor die Universitaet geschlossen wurde!”

Pavel: “Als meine Kameraden demonstrierten und er-schossen wurden.”

Lyda: “Du hast den Deutschen nichts getan, du bistin Sicherheit.”

Pavel: “Und du verachtest mich.”

Lyda: “Ich dich verachten?”

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