Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
16
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Oberst Schalk:Wir haben einen Verwundeten. DerMann ist dick und fett und schlaegt um sich, wenn manihn aufheben will.

Heydrich , metallene Stimme, hier ohne Nachdruck:Fesseln!

Oberst Schalk:Excellenz befehlen?

Heydrich:Fesseln, sage ich. Aufladen. Losfahren.

Oberst Schalk beeilt sich, den Befehl weiterzugeben. Erkehrt zurueck und bedauert:Der Mann blutet unsinnig,wer ihn anfasst, beschmutzt sich, ausserdem haut er.

Heydrich, ohne Nachdruck:Mit Fusstritten aus demWeg raeumen. Ich habe genug von dem Kaff. Die Bevoel-kerung macht sich wieder mal unsichtbar.

Oberst Schalk:Melde gehorsamst, die Bewohner se-hen zu, was wir tun. Sie schielen um die Ecken.

Heydrich :Auch Lachen hoerte ich schon. Als ichhinsah, war keine es gewesen.

Oberst Schalk:Das will ich glauben. Es ist natuer-lich Angst, dass die Strasse leer steht.

Heydrich :Dass die Bevoelkerung schielt, lacht undHunde auf uns hetzt.

Oberst Schalk:Wenn Excellenz mir eine unmassgebli-che Vermutung erlauben, der Hund ist selbstaendig vor-gegangen. Um sich zu entschuldigen:Eure Excellenzwuenschen schnell von hier fortzukommen.

Heydrich :Nachgerade bekomme ich Lust, mir die Leu-te anzusehen. Er macht Miene auszusteigen, scheinbarlaesst die Tuer sich nicht oeffnen.

Oberst Schalk deutet einen Griff an, als wollte er dieTuer von aussen aufmachen. Er laesst es dabei:Die Be-voelkerung wird die Ehre haben, Eure Excellenz zu be-gruessen.

Links und rechts des Wagens stellt er einen Mann undein Maschinengewehr auf. Ein Kommissar der Geheimen