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Lidice : Roman
Entstehung
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der hohen Anwesenheit:Da kann man leider nichts ma-chen.

Der Protektor selbst, der dort hinten unmoeglich ge-hoert hat, in demselben Augenblick befiehlt er:Nieder-schlagen!

Es ist sein erstes Wort, und ist eine erstaunliche Stim-me, von so metallischer Haerte, dass man erwartet, siemuesste zurueckgeworfen werden wo sie anprallt, sie muess-te nachklappen und tatsaechlich klappt sie nach.Nieder-schlagen! Das Wort ertoent noch einmal, etwas hohl,aus unbestimmter Entfernung, aber es ist die Stimme, siehat zweimal geschlagen.

Alles horcht auf, die Gefangenen, die Bewachten undihre Waechter, sie wenden die Haelse, sie suchen, aberunglaeubig, denn der zweite Anschlag kann ueberall ge-fallen sein, von einem Dach, sogar aus einer Wolke.

Der Geheime, schon gewoehnt sich mit dem Gemein-devorsteher zu beraten, fragt ihn:Sie haben jemanden imVerdacht, wer es ist?

Der Gemeindevorsteher, vertraulich:Einen Gemein-debullen haben wir immer noch, der ist imstand und dortunten auf seiner Wiese bruellt er, wenn es am wenigstengestattet waere.

Der Geheime begegnet auf seiner Umschau nur einemeinzigen Blick, und der schielt, was die Begegnung unge-wiss macht. Schon wieder der Dorftrottel! Der Geheimegibt unwillig diesen Standort auf, infolge neuer, beunruhi-gender Umstaende unterlaesst er es, den Gemeindevorste-her niederzuschlagen.

Der Protektor selbst ist nur beschaeftigt zu lauschen.Sein Oberst Schalk lauscht mit ihm.

Heydrich, bemerkt zum ersten Mal die kleinen blon-den Kinder, wie sie, mit Augen voll Neugier, sich bei denHaer.den halten oder auf einander hocken, die Kleinsten

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