Der Sturmbannfuehrer: “Zu Befehl, Excellenz. Meldegehorsamst, dass ich nicht ueberrascht bin.”
Pavel: “Ein Regiment soll unverzueglich nach Bruennabgehen.”
Der Sturmbannfuehrer, schwillt rot an vor Bestuerzung.Verspaetet bruellt er: “Zu Befehl!”
Der andere Mann entfernt sich hinter dem Rueckendes Sturmbannfuehrers.
Pavel: “Der Aufstand in Bruenn ist gefaehrlich, denEinwohnern der Hauptstadt darf er nicht bekannt werden,deshalb zeig’ ich mich diesem unverbesserlichen Volk. Essoll den Protektor heil und gesund sehen.”
Waehrend Pavel spricht, ist der andere Mann nachder oeffentlichen Telephonzelle gelaufen. Nur Pavel be-merkt es, der Scharfuehrer steht angedonnert stramm.
Pavel zuckt die Achseln und kehrt ihm den Rueckenzu: “Beim Wirtshaus Altgeld soll mein Wagen Vorfahren.Ihr Gesicht sehe ich mir schon die laengste Zeit an.”
Er geht in die Gasse.
Der Sturmbannfuehrer kommt nur schwer zur Besin-nung. Dem abgehenden Protektor ruft er nach: “Befehl.Excellenz!” Fuer sich aeussert er hoerbare Zweifel: "DasRegiment schickt er fort!” Anlauf, um dem Protektor zufolgen. “Ich darf meinen Posten nicht verlassen.” Der An-lauf stockt. “Den Protektor muss ich mit meinem Leibeschuetzen.” Neuer Anlauf, der auch wieder stockt: “Wo-hin ist der andere Mann geraten?”
Der Sturmbannfuehrer dreht sich, einsam und ratlos,auf dem leeren Altmarkt: "Sogar die Gemuesestaende sindverlassen. Hier .manoevrierte doch ein Bataillon, mit Tanks,Maschinengewehren,- bin ich verrueckt geworden? Ich al-lein, unter den feindlichen Augen der Eingeborenen, diehinter ihren Fensterlaeden lauern! Ein Schuss wird fallen!”
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