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Lidice : Roman
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als Garderobengehilfe aus dem Theater fort; sollt’ michwundern, wenn dich jemand anhaelt.”

Pavel: “Wer mich anhaelt, wird nichts zu lachen ha-ben. Ich mache mein Protektorgesicht.”

Milo Schatzova: “Leikova! Wickel’ ihm seine Protek-torensachen sorgsam zusammen in ein schwarzes Buendel,wie es die Schneider tragen.” Sie winkt ihr, hinter demVorhang zu verschwinden.

Pavel, als sie allein sind: “Hab’ Dank, Milo!”

Milo Schatzova: “Du — willst danken? Was tun aberdann wir? Heute hast du uns die Gestapo vom Halse ge-schafft. Ein Tag Leben gewonnen durch dich! Pavel, weisstdu schon, wie es weitergeht?”

Pavel macht mit den Fingern ein V.

Milo: “Das wissen wir Tschechen! Ein Raetsel ist mirder Hauptmann Krach.”

Pavel: “Die Deutschen sind Raetsel.”

Milo: “Mach allem, was er gesehen hat, glaubt er andich? Vom Altmarkt schweig ich. Aber hier bei uns, dasganze Haus hat dich gekannt, die Einen gleich, die Ande-ren spaeter. Er allein bleibt standhaft."

Pavel: “Er glaubt an seinen Protektor, wie er an sei-nen Fuehrer glaubt. Fuer das Eine ist nicht mehr Ursacheals fuer das Andere. Was diese Deutschen wirklich koen-nen, ist, im Falschen standhaft sein.”

Milo: “Aber, der — andere Protektor, wenn er nun zu-rueckkommt!”

Pavel: “Auch er Wird mir’s glauben muessen.”

Milo: “Seit heute trau’ ich dir Vieles zu.”

Pavel: “Nur nicht haltmachen! Ich hab’ ihn abgesetztEr Waer’ froh, wenn er mit mir tauschen koennte. Aberwo ich der Protektor bin, ist er noch lange nicht der On-dracek. Zu Bett soll er gehen, wenn ich aufstehe!

Milo: “Pavel. Ich will dir helfen. Was kann ich tun?