Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
149
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Oberst Schalk:Die Fehler bestaetigen, dass ers war.

Heydrich, entschlossen: "Ich erklaere das Pamphlet fuereine grobe Faelschung. Nehmen Sie zur Kenntnis, OberstSchalk, dass von der ganzen Regierung fuer Boehmen-Maehren nicht einer auf seinem Posten bleibt. Alle nachPolen deportiert!

Oberst Schalk:Excellenz wollten sich selbst-?

Heydrich :Fangen Sie schon wieder an?

Oberst Schalk:Dahin muesste es notwendig kommen,wenn der Fuehrer erfuehre, dass Sie seine historischenWorte abstreiten. Es waere, melde gehorsamst, das EndeIhrer ruhmreichen Laufbahn.

Heydrich :Der Anfang war ein Fusstritt, den unserkuenftiger Afrikasieger bekam. Wo seid ihr Zeiten! Jetztmuss ich mir sagen lassen, ich haette in Bruenn drei alteJuden erschossen und sei davongelaufen.

Oberst Schalk:Abgereist, und Sie sagen es selbst. IhrSieg am Altmarkt ueber die tschechische Geheimarmee istwirklich eindrucksvoller, zufolge Ihrem eigenen Bericht anden Fuehrer.

Heydrich :Ich berichte, was ich nicht weiss, der Fueh-rer redet aus dem Schlaf, und Sie? Ihr Leben hat er inmeine Hand gegeben.

Oberst Schalk, ohne zu schwanken:Nehmen Sie es!"

Heydrich :Ich Werde das ganze Gespraech fuer wahrhinnehmen muessen. Er nennt mich seinen Freund.

Oberst Schalk:Ich ueberliess es Ihnen, den Umstandzu bemerken.

Heydrich :Freund! Das erste Mal. Hier beginnt dasGrenzenlose. Ich kann vorruecken bis an die Stelle des inEngland abhanden gekommenen Hess. Ich sehe mich alsNummer Zwei. /

Oberst Schalk, steht stramm, knallt mit den Absaet-