Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
151
Einzelbild herunterladen
 

Geheimrat Rumfutsch, steht und schlottert, er kannnicht sprechen.

Heydrich : “Ich verstehe. Sie wollen sagen, der An-schlag war befohlen von Hauptmann Krach.”

Geheimrat Rumfutsch, ringt nach Worten: "Eure Excel-lenz befahlen ihn selbst.” Er schluckt und verstummt.

Die Stenotypistin: “Das Herz geht mir auf, wenn ichdenke, wie der Protektor verklaert aussah nach dem Ge-spraech mit unserem herrlichen Fuehrer."

Heydrich : “ln meiner Kanzlei hat Ihnen kein unpassen-der Koerperteil aufzugehen. Eine Hitlerbraut — ist vier-zehn, nicht achtundzwanzig.”

Der Sekretaer, listig: “Excellenz setzten alle Aufstaen-dischen vom Altmarkt in Freiheit, die ganze tschechischeGeheimarmee. Geheimrat Rumfutsch gehorchte ohne Be-sinnen. Ich — haette mir’s ueberlegt.”

Heydrich : “Mensch! Ich befehle, und Sie Krueppel wol-len ueberlegen?”

Die Stenotypistin: “Was sagte ich, er gibt zu, erwar es!”

Der Sekretaer, zerbricht in zwei Teile, noch einen Au-genblick und er wird auf dem Bauch liegen. Er stammelt:“Es ist derselbe.”

Heydrich: “Geheimrat Rumfutsch, Ihre amtlichen Be-lange sind verwahrlost, dass der staerkste Mann es nichtglauben wuerde.”

Geheimrat Rumfutsch, klaeglich: “Wir glauben schonlange nichts mehr.”

Oberst Schalk: “Dieser traurige Herr hat gewagt, michbei seiner Excellenz zu verdaechtigen.”

Geheimrat Rumfutsch: “Wenn dieser nicht einwand-freie Herr mich denunzieren will.”

Heydrich, in voller Furchtbarkeit, wie nur Pavel: “Bei-de Herren werden Gelegenheit bekommen, sich ueber