Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Die Stenotypistin: “Du musst dich beeilen, das Tempozu halten.”

Surren im Apparat.

Der Sekretaer nimmt den Hoerer: “Zu Befehl, Excel-lenz. Die Beine unter die Arme, zu Befehl. Oberst Schalklaeuft schon, dass ihm die Zunge heraushaengt.”

Oberst Schalk hat gehoert, er oeffnet die Tuer: “Waserlauben Sie sich, die Zunge haengt meistens nur, wennman selbst haengt.”

Der Sekretaer, kruemmt sich: “Pflichte Herrn Oberstergebenst bei.”

Die Stenotypistin: “Wir sind immer zwei, wenn wiraussagen wollten, was wir alles anhoeren muessen.”

Oberst Schalk entfernt sich gemessen durch die Ver-bindungsraeume nach den Zimmern des Protektors.

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Heydrich, in seinem Arbeitszimmer noch allein: “DenHauptmann Krach werde ich nie erleben. Er existiert nicht.Dieses Phantom ist das Kernstueck einer Verschwoerunggegen meine unantastbare Person. Wer mich verraet, ver-raet den Fuehrer. Ein Anruf, er wird es einsehen!”

Er legt zwischen sich und den Apparat einen moeglichstgrossen Abstand: “Die Dummheiten, die mein Fuehrer selbstmacht, sieht er nicht ein. Auf seinem Schreibtisch hat erdie echte Hand des Gottes Wotan. Er glaubt es, ich glaub’es, wir glauben es.” Empoert: “Mein Fuehrer! Muss ichmir die Hand abhacken und Sie Ihnen einsenden, zur Iden-tifizierung?“

Oberst Schalk, tritt ein.

Heydrich : “Ach, nur Sie, ich hatte Ihre Existenz ver-gessen.”

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