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Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Heydrich : “Ich kann mir nicht helfen, ich hoer’ esgern, je unverhoffter die Dame erscheint.”

Milo Schatzova: “Ich, unverhofft? Sag’ nicht nocheinmal Dame! Du hattest fuer mich andere Namen, in dem ^

heissen Sturm einer Nacht, ich waere siebenmal darin un-tergegangen, nur dein# Glockenstimme rief meine ertrin-kenden Sinne an die Oberflaeche zurueck!”

Heydrich : “Berauschende Komoediantin! Mir ging indem bewussten Sturm dein Name verloren. So ist es. Tat-saechlich erscheinst du mir zum zweiten Mal unverhofft.

Mit dem ersten meiner Blicke, im Theater, sah ich dich

auch schon unglaubwuerdig ueber dem Boden schweben, }

zu meiner Seele sprach ich, Reinhard, das gibt es nicht.”

Milo Schatzova: “Meine Rolle enthaelt keinen Luftakt.”

Heydrich : “Ich selbst taumelte.”

Milo Schatzova: “Meinen Namen vergisst man nicht.

Ich bin die Schatzova.”

Heydrich : “Eine Wirklichkeit? Sozial? Amtlich?”

Milo Schatzova: “Du kannst meine Papiere pruefen.”

Sie zeigt ihm etwas Schriftliches durch den Schleier.

Heydrich, liest mit polizeilichem Ernst: “Das ist nichtin Ordnung.”

Milo Schatzova: “Ich bin verloren!”

Heydrich: “Es sollte deutsch sein, mindestens nichtfremdsprachig allein. Schatzova scheint sich zu bestae-tigen.” ,

Milo: “Nicht der andere Name? Den mein Freundin allen Stimmlagen sang?”

Heydrich : “Milo? Genehmigt.” Er bemueht sich umWohllaut: “Milo! Milo!”

Milo Schatzova: "Einen Viertelton hoeher!”

Heydrich : “Milo! War es das?”

Milo Schatzova: “Ob es der Klang war, der mich ver-fuehrte!”

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