Pavel: ‘‘Echter als du, die Geliebte des Protektors.”
Milo Schatzova: "Aber ich bin es!” Verzweifelt beisstsie ihre Hand.”
Pavel: “Unser erotischer Umgang gipfelt darin, dassdu mir die Liste entlockt hast.”
Milo Schatzova: “Nicht einmal soviel. Ich bekam sievon Blumentopf.”
Pavel: “Schau schau, mein Blumentopf. Daran erken-ne ich ihn.”
Milo Schatzova, aengstlich: “Mir kommt vor, du haeltstdich tatsaechlich fuer....!”
Pavel: “Ich buesse es, dass ich mir das Gehirn einesUnmenschen aneigne. Mir bleibt nur uebrig, ihn vor sichselbst zu retten.”
Milo Schatzova: “Anstatt ihn einfach kalt zu machen.”
Pavel: “Wer kaeme dann? Meinst du, es bliebe beifuenfzig Gehaengten?”
Milo* Schatzova: “Rette wenigstens die Fuenfzig aufdeiner Mordliste!”
Pavel: “Das auch. Das mit der linken Hand. Du sollsteine Galgenszene erleben!”
Er vertieft sich in die Liste. Zerstreut spricht er: “Ka-meradin Milo, bei der Buehne sagt ihr wohl: in einer Rolleaufgehen, und versteht euch selbst nicht.”
Milo Schatzova, folgsam: “Dort erwarten sie mein Auf-treten, ich habe Verspaetung.”
Pavel: “Einer wartet ungeduldig. Ihn hat es zu Hausnicht gelitten: Sitzt laengst in meiner Proszeniumsloge.”
Milo Schatzova: “ln deiner-. Ah! Der falsche Protek-tor. An ihn hatt’ ich vergessen- wie an den Tod.”
Vom Ausgang her ruft sie: “Ich muss deinen Wagennehmen. In zehn Minuten steht er wieder da unten.”
Als sie fort ist, faellt Pavel mit der Stirn auf die Liste.
186