Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
197
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als waere der Stuhl hingeworfen, er stellt Cognac auf undgiesst ein Glas ueber den Tisch. Er laeutet.

Der Kammerdiener tritt ein und erschrickt.

Pavel: “Sie sind der Mann, den Hauptmann Krach mirbesorgt hat.”

Der Kammerdiener: “Eurer Excellenz zu dienen."

Pavel: “Sie koennen tschechisch. Die Dame in ihrerErregung drueckte sich manchmal tschechisch aus. Ich ha-be nicht verstanden, aber Sie, hinter der Tuer.”

Der Kammerdiener: “Zu Diensten. Die Dame verlang-te, stuermisch sogar, dass der Protektor die Hinrichtungenhinausschieben moechte.”

Pavel: “Sie wollte nicht im Gegenteil, dass ich dieExekutionen beschleunige.”

Der Kammerdiener: “Mit gnaedigster Erlaubnis ver-hielt sich die Dame durchaus als Dame.”

Pavel: “Der Zustand des Schlafzimmers ist auch nichtdie Schuld der Dame. Dafuer sind Sie verantwortlich.”

Der Kammerdiener: “Excellenz schliefen bis jetzt, ichwagte nicht einzutreten. Verzeihung fuer meinen Fehler!”

Pavel, sieht ihn an: “Den Herren, die ich erwarte,brauchen Sie von diesen Tatsachen keine zu verheimlichen.Begriffen?”

Der Kammerdiener: “Nach meinen begrenzten Kraef-ten. Unbegrenzt ist meine Ergebenheit.”

Am Eingang der Wohnung wird gelaeutet.

Pavel: “Oeffnen Sie! Den Sturmbannfuehrer will ichzuerst sehen.”

Der Kammerdiener, schon halb draussen. vor sich hin:“Ich bin bewaffnet.” Er schliesst hinter sich die Tuer.

Pavel: “Ich auch. So einfach aber liegt dies nicht.”

Im entferntesten Vorzimmer.

Der Kammerdiener: “Seine Excellenz werden sogleichfertig angezogen sein, sie befehlen den Herren Offizier zu