Der Kammerdiener ist hinter Pavel erschienen: “Ge-ruhen Excellenz, die Dame droben bittet dringend, IhrenAuftritt abzukuerzen. Es sei geraten. Sie kenne das Theater.”
Anschwellendes Volksgemurmel.
Auch bei den Arbeitern, die Heydrich verurteilt hatte:“Der Pavel hat seine Freundin droben, verfluchter Kerl.”
Sogar bei den Soldaten: “Klar. Der Eine wohnt oben,der ist es. Dieser da hat sich draussen herumgetrieben undhier will er treten.”
Der Aufgeweckteste gelangt zu einem eigenen Ent-schluss: "Fasst ihn!"
Aber Heydrich ist nicht zu finden. Von allen unbeach-tet hat er den dunkelsten Winkel erreicht, dort trifft erden Sturmbannfuehrer.
Der Sturmbannfuehrer: “Willkommen, Excellenz. Ichlasse es bei der Excellenz.”
Heydrich : "Gerade Sie haette ich besser nicht erschos-sen.”
Der Sturmbannfuehrer: “Was wollen Sie, jetzt bin icherschossen. Und Sie?”
Heydrich : “Jellinek, helfen Sie mir aus dem Burg-hof! Sie machen Ihr Glueck.”
Der Sturmbannfuehrer: “Gluecklich war ich, als ichan nichts zweifelte. Jetzt frage ich mich: Jellinek willst du.heissen und froehlicher Rheinlaender sein?”
Heydrich : “Aber Sie sind Sturmbannfuehrer!”
Der Sturmbannfuehrer: “Gewesen. Ich trat das Kom-mando ab.”
Heydrich : “Ich uebergebe es Ihnen aufs neue.”
Der Sturmbannfuehrer: “Wer? Sie? Oder Sie?”
Heydrich : “Sturmbannfuehrer! Saeubern Sie mit IhrerMannschaft den Burghof! Ich befehle.”
Der Sturmbannfuehrer: “Wo sind Befehle, wo wird
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