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Lidice : Roman
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Pavel: “Eine Schuld waer’ es auch, wenn Sie fuer sichnur Strenge haetten, fuer mich Erbarmen.”

Der Kaplan, schweigt.

Pavel: “Gegen Doktor Holar hat man sein Ordinations-buch mit den falschen Eintragungen, gegen Lyda, dassSie mir offenkundig Beihilfe geleistet hat, gegen meinenVater das zweitaegige Bankett, das geschickteren Verhoe-rern schwer standhielte.”

Der Kaplan, unwillkuerlich: “Wobei sich herausstellt,gelogen hat das ganze Dorf.”

Pavel: “Kumpeln und Kinder luegen nicht, sie spielenmit.”

Der Kaplan, schnell: “Ich will euch nicht aufhalten,behuete. Du bewaehrst dich, Pavel, an die ganze vordereReihe der Bedrohten hast du gedacht. Die beiden Unbe-kannten w'erden unter den Wichtigsten sein.”

Pavel: “Milo Schatzova, frueher meine Kollegin, jetztdie Kameradin des Komikers Wokurka, — edle Menschen,Ehrwuerden, Sie haben sich der Gesellschaft nicht zuschaemen.”

Der Kaplan: “Ich — keiner Gesellschaft.”

Pavel: “Kommen Sie!”

Der Kaplan: “Zu spaet.”

Ein Wagen, tief im Wald, faehrt ueber Zweige, diezerbrechen. Et haelt, ohne sichtbar zu werden. Dann nae-hern sich Schritte.

Hauptmann Krach, unter den Zweigen verdeckt, winktin einem Ausschnitt des Laubes mit den Armen, er willdringende Mitteilungen machen.

Pavel, fuer den Kaplan: “Hauptmann Krach ist immerda, und nie zu spaet. Vertroesten Sie unsere Gefaehrten,nur einen Augenblick. Was er mitbringt, ist vielleicht nichtallen bestimmt. Ihnen, Ehrwuerden, bericht’ ich es.”

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