Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
87
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Liedcr,

Nci» Freund! nein Freund! Dies! wag ich nicht.

Gesetzt daß unser Schiff zerbricht,

So müssen wir ins Wasser sinken,

Und Wasser wol»! gezwungen trinken:

Und Wasser, Wasser schmecket schlecht;

Hab ich nicht Recht?

Ja, war im Meere lauter Wein,So gicng ich, Freund, die Schiffahrt ein.O Frcnnd! o Freund, mit FreudenWollt ich auch Schiffbruch leiden.Doch dies ist nicht. Drum bleibe hierUnd trink mit mir! °)

Tie Redlichkeit.So weit sich läßt die Welt durchwandern,Klagt ein vcrlarvtcr Schelm dem andernDie sclbstvcrschuldtc SeltcnbcitDer nie geübten Redlichkeit.

Und doch slncht ilirc Lust zum Schwärzen - -Da seht die Thorheit ihrer Herzen!Seht, klagen sie nicht blos zum Schein?Doch fluchen sie aus dich, o Wein!

So klagen, und dem Trinken fluchen,Heißt Zwecke sonder Mittel suchen.Nun, Bruder, red ich nicht gclrlirl?Wie man es kaum von Wolfe» Hort.

Wer hat die Redlichkeit erhobenOhn unsre Väter mit zu loben?Ja, ja, die trunken wacker Wein,Wie kontcn sie nicht redlich sehn?

Drum, Brüder, bleibet cucrn Ahnen,Die euch, so oft ihr dnrstt, ermähnen,An Treu und Trunkc kindlich gleich.Trinkt redlich aus und küsset euch!

I» den Kleinigkeiten lieht Man borget dir.