5cr junge Gelehrte.
28'.
bctricgt man nicht, sondcrn dcn bintcrgcht man mir. Hintcr-gangcn bab ich ihn.valcr. Und wic?
^.isette. Schlecht genug, daß Sie es schon wieder vergessenbabcn. Ich sollte mcvncn, erkenntlich zn scvn, braucke manein besser Gedächtniß.
Juliane. Du hast ihm also wohl gar den falschen Briefuntergeschoben?
F.isette. Behüte Gott ! ich habe ihn bloß durch einen er-dichteten Brief auf andere Gedanken zu bringen gesucht, unddas ist mir gelungen.
Juliane. Das bast du gethan? und ich sollte mein Glückeiner Betricgcri» zu danken haben? Es mag mir gehen, wices will; Chrysaudcr soll es den Augenblick crfabrcn — —
K.isette. Was soll denn das hcisscn? ist das mein Dank?
valcr. Besinnen Sie Sich, Juliane! verziehen Sie!
Juliane. Unmöglich, Valcr; lassen Sie mich. (Juliane a,M ab)
Eilftcr Auftritt.Valer. Liserre,
Valer. Himmel, nun ist allcs wicdcr aus!
Eiferte. So mag sie es babcn! Gift und Galle möckteich spcncn, so toll bin ich! Für meinen guten Willen mich eineBctricgcriu zu bcisscn? Ich hoftc, sie würde mir vor Freudenum dcn Hals fallen. — — Wic wird der Alte auf mich los-ziehen! Er jagt mich und Sie zum Hause heraus. Was wol-len Sie nun anfangen?
valer. Za was soll ich nun ansangen, Liscttc?
A.iserte. Ich glaube, Sie antworten mir mit meiner eignenFrage? Das ist bequem. Mein guter Rath hat cin Endc.Zch will mich bald wicdcr in so etwas mcngcn!
valer. Zu was für cincr ungclcgncn Zeit kamst du aberauch, Liscttc? Ich hatte dir cs gesagt, daß Juliane in diese»Streich nicht willigen wollte. Hättest du nicht noch einige Zeitschweigen können?
/Uferte. Konnte ich den» vcrmutbcn, daß sie so übertriebencigcnsninig seyn würde ? Sie können Sich leicht einbilden, wic