Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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382
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Der Misogy».

Wumsh. Ey denkt doch! So hätte er wohl gar sein Worteher bey dir, als bey mir anbringen sollen?

Aisette. (bey Seite) Als wenn er es auch nicht gethan hätte!Schon recht! Verstellen müssen wir uns.

U?umsh. Ich finde, daß du sehr unverschämt bist, undwenn ich dich nicht in Gegenwart deines Bräutigams schonenwollte, so würde ich dir jetzt eine recht derbe Lcction geben.

Leander. Es ist wahr, schönste Laura, daß meine Liebeviel zu ungeduldig gewesen ist, und daß Sie recht haben, Sichüber mich zu beschweren--

Ivumsh. Sie wollen Sich doch wohl nicht entschuldigen?

F.aura. Und die Art, Herr Leander, mit der Solbist ummich angehalten hat

Ivumsh, An der Art war nichts auszusetzen. Und kurz,ich will, daß du mir folgen sollst. Kann ich das nicht ver-langen, mein Sohn?

Achter Auftritt.Valer. Die Vorigen.

Valer. Wenn ich es getroffen habe, wovon die Rede ist,so will ich für den Gehorsam meiner Schwester fast stehen.

Aaura. Du wagst sehr viel, Bruder. Weit eher könnteich für deinen Ungehorsam stehen, und eine sichere Wette dar-auf eingehen, daß du mir gewisser eine Schwägerinn geben wirst,als ich dir einen Schwager.

Ä.eander. Ist es möglich, Madmoiscll?

valer. Lassen Sie Sich nichts anfechten.

Leander. Aber ich höre

Valer. Sie hören das Gespärre einer Braut

lvumsh. Und ich höre weiblichen Unsinn. Schweig Mä-del! Dein Bruder hat viel zu viel Verstand, als daß er nochan das Heyrathen denken sollte.

valer. Verzeihen Sie, Herr Vater. Da ich nunmehr auchdes versprochenen Beystandes meiner Schwester entbehren muß,so ist es um so viel nöthiger, bey meinem einmal gefaßten Ent-schlüsse zu bleiben. Ich hoffe auch gewiß, daß Sie nicht län-ger dawider seyn werden. Die ganze Stadt kennet Sie als ei-