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Der Schatz.

funftchn Zahr--die 176 Thäler, die ich für sieben Jahre

Lohn bey Ihnen stehn habe.

S.elio. Wie mcynst du? die 175 Thaler, die ich dir schonschuldig bin?--

Maskarill. Machen mein ganzes Vermögen aus, und ichwill sie Ihnen von Grund des Herzens gern noch fünfzehnZahr, ohne Interessen, ohne Interessen lassen.

K.elio. Und das ist dein Ernst, Schlingel?

XNaskarill. Schlingel? Das klingt ja nicht ein Bißchenerkenntlich.

Aelio- Ich sehe schon, woran ich mit dir bin, du ehrver-gessener, nichtswürdiger, infamer Verführer, Vctriegcr.--

xNaskarill. Ein weiser Mann ist gegen alles gleichgültig,gegen Lob und Tadel, gegen Schmcichclcycn und Scheltwortc.Sie haben es vorhin gesehen, und sehen es jetzt.

Aelio. Mit was für einem Gesichte werde ich mich mei-ner Schwester zeigen können?

rNaskarill. Mit einem unverschämten, wäre mein Rath.Man hat nie etwas Unrechtes begangen, so lange man nochselbst das Herz hat, es zu rechtfertigen. Es ist ein Unglückfür dich, Schwester, ich gestehe es. Aber wer kann sich helfen?Ich will des Todes seyn, wenn ich bey meinen Verschwendun-gen jemals daran gedacht habe, daß ich das Deinige auch zu-gleich mit verschwendete. So etwas ohngcfähr müssenSie ihr sagen, mein Herr,

K.elio. (nachdem er ein wenig nachgedacht) Ja, das wäre nochdas Einzige. Ich will es dem Stalcno selbst vorschlagen. Komm,Schurke! --

XNaskarill. Der Weg nach dem Kränzchen, in welches ichSie begleiten sollte, mein Herr, geht dahin.

Aelio. Zum Teufel, mit deinem Kränzchen!--Aber

ist das nicht Herr Stalcno selbst, den ich hier kommen sehe?

Sechster Auftritt.Staleno. Lelio. Maskarill.L.elio. Mein Herr, ich wollte inir eben jetzt die Freyheitnehmen, Sie aufzusuchen. Ich habe vom Herrrk Philto die gu-