Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
507
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Der Schatz.

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Anselmo. Und in den letzten Zügen vielleicht?

Maskarill. Za, in den letzten Zügen, die er aus einerUngcrschcn Bonteillc thun wollte. Freuen Sie Sich, HerrLclio, waren meine Worte: eben jetzt ist Ihr lieber, sehnlich ge-wünschter Vater wieder gekommen! Was? mein Vater?Hier fiel ihm die Bonteillc vor Schrecken aus der Hand; sie sprangin Stücken, und die kostbare Neige floß auf den staubigtcnBoden. Was? schrie er nochmals, mein Vater wiedergekommen?Wie wird es mir nun ergehen? Wie Sie es verdient ha-ben, sagte ich. Er sprang auf, lies zu dem Fenster, das aufden Kanal geht, riß es auf

Anselmo. Und stürzte sich herab?

Maskarill. Und sahe, was für Wetter wäre. Geschwindmeinen Degen! Ich wollte ihm den Degen nicht geben,weil man Exempel hat, das mit einem Degen groß Unglückangerichtet worden. Was wollen Sie mit dem Degen, HerrLclio? Halte mich nicht auf, oder das oder spracher in einem so fürchterlichen Tone aus, daß ich ihm den Degenvor Schrecken gab. Er nahm ihn, und

Anselmo. Und that sich ein Leides?

XNaskarill. Und--

Anselmo. Ach! ich unglücklicher Vater!

Achtzehnter Auftritt.Lelio an der Scene. Die vorigen.

rNaskarill. Und steckte ihn an. Komm, rief er, Maska-rillz mein Vater wird auf mich zürnen, und sein Zorn ist mirunerträglich. Zch will nicht länger leben, ohne ihn zu versöh-nen. Er stürzte die Treppe herab, lief sporrcnstrcichs zum Hausehinaus, und warf sich nicht weit von hier - (indem Maskarilldieses sagt, und Anselmo gegen ihn gekehrt ist, fällt ihm Lclio auf der andernSeite zu Fußen)--zu den Füßen seines Vaters.---

-L.elio. Verzeihen Sie, liebster Vater, daß ich durch diesesMittel versuchen wollen, ob Ihr Herz gegen mich noch einigesMitleids fähig ist. Das Traurigste, was Sie meinetwegen be-sorgten, geschieht gewiß, wenn ich, ohne Vergebung von Ihnenzu erhalten, von Zhrcn Füßen aufstehen muß. Zch bekenne,