Der Schatz.
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Anselmo. Und in den letzten Zügen vielleicht? — —
Maskarill. Za, in den letzten Zügen, die er aus einerUngcrschcn Bonteillc thun wollte. — Freuen Sie Sich, HerrLclio, waren meine Worte: eben jetzt ist Ihr lieber, sehnlich ge-wünschter Vater wieder gekommen! — Was? mein Vater? —Hier fiel ihm die Bonteillc vor Schrecken aus der Hand; sie sprangin Stücken, und die kostbare Neige floß auf den staubigtcnBoden. Was? schrie er nochmals, mein Vater wiedergekommen?Wie wird es mir nun ergehen? — Wie Sie es verdient ha-ben, sagte ich. Er sprang auf, lies zu dem Fenster, das aufden Kanal geht, riß es auf — —
Anselmo. Und stürzte sich herab?
Maskarill. Und sahe, was für Wetter wäre. — Geschwindmeinen Degen! — — Ich wollte ihm den Degen nicht geben,weil man Exempel hat, das mit einem Degen groß Unglückangerichtet worden. — Was wollen Sie mit dem Degen, HerrLclio? — — Halte mich nicht auf, oder — das oder spracher in einem so fürchterlichen Tone aus, daß ich ihm den Degenvor Schrecken gab. Er nahm ihn, und —
Anselmo. Und that sich ein Leides?
XNaskarill. Und--
Anselmo. Ach! ich unglücklicher Vater! —
Achtzehnter Auftritt.Lelio an der Scene. Die vorigen.
rNaskarill. Und steckte ihn an. Komm, rief er, Maska-rillz mein Vater wird auf mich zürnen, und sein Zorn ist mirunerträglich. Zch will nicht länger leben, ohne ihn zu versöh-nen. Er stürzte die Treppe herab, lief sporrcnstrcichs zum Hausehinaus, und warf sich nicht weit von hier -— (indem Maskarilldieses sagt, und Anselmo gegen ihn gekehrt ist, fällt ihm Lclio auf der andernSeite zu Fußen)--zu den Füßen seines Vaters.---
-L.elio. Verzeihen Sie, liebster Vater, daß ich durch diesesMittel versuchen wollen, ob Ihr Herz gegen mich noch einigesMitleids fähig ist. Das Traurigste, was Sie meinetwegen be-sorgten, geschieht gewiß, wenn ich, ohne Vergebung von Ihnenzu erhalten, von Zhrcn Füßen aufstehen muß. Zch bekenne,