Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
29
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Miß Sara Sampson,

2!'

XNarwooS. (die beyde zurückhält) Wcin soll sie folgen, Ver-rathet?

XNellefonr. Ihrem Vater.

zNarrvooS. Geh, Elender; und lern' erst ihre Mutter kennen.XNcllefonr. Ich kenne sie. Sie ist die Schande ihres Ge-schlechts --

Marrvood. Führe sie weg, Hannah!

tNellefont. Bleiben Sie, Bella, (indem er sie zurückhalten will)

XNarwood. Nur keine Gewalt, Mellcfont, oder--

(Hannah und Arabella gehe» ab.)

Siebender Auftritt.Mellefont. Marwood,

XNarrvood. Nun sind wir allein. Nun sagen Sie esnoch einmal, ob Sie fest entschlossen sind, mich einer jungenNärrinn aufzuopfern?

Mellefont. (bitter) Aufzuopfern? Sie machen daß ich michhier erinnere, daß den alten Göttern auch sehr unreine Thieregeopfert wurden.

Marwood. (spöttisch) Drücken Sie sich ohne so gelehrteAnspielungen aus.

Mellefont. So sage ich Ihnen, daß ich fest entschlossenbin, nie wieder ohne die schrecklichsten Verwünschungen an Siezn denken. Wer sind Sie? und wer ist Sara? Sie sind einewollüstige, eigennützige, schändliche Vuhlcrinn, die sich itzt kaummehr muß erinnern können, einmal unschuldig gewesen zu seyn.Ich habe mir mit Ihnen nichts vorzuwerfen, als daß ich das-jenige genossen, was Sie ohne mich vielleicht die ganze Welthätten genießen lassen. Sie haben mich gesucht, nicht ich Sie;und wenn ich nunmehr weiß, wer Marwood ist, so kömmt mirdiese Kenntniß theuer genug zu stehen. Sie kostet mir meinVermögen, meine Ehre, mein Gluck

Marrvood. Und so wollte ich, daß sie dir auch deineSceligkeit kosten müßte! Ungeheuer! Ist der Teufel ärger alsdu, der schwache Menschen zu Verbrechen reizet, und sie, dieserVerbrechen wegen, die sein Werk sind, hernach selbst anklagt?Was geht dich meine Unschuld an, wann und wie ich sie vcr-