Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
81
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Miß Sara Sampson.

XI,

Sara. Was für Reden! Mcllefont, liebster Mcllefont-Mcllefont. Das letzte licbstcr Mcllefont aus diesem gött-lichen Munde, und dann ewig nicht mehr! Zu Ihren Fü-ßen, Sara (indem er sich niederwirft) - Aber waswill ich zu Ihren Füßen? (und wieder aufspringt) Entdecken? IchIhnen entdecken? Za, ich will Ihnen entdecken, Miß, daßSie mich hassen werden, daß Sie mich hassen müssen. Siesollen den Inhalt nicht erfahren; nein von mir nicht! AberSie werden ihn erfahren. Sie werden Was steht ihrnoch hier, müßig und angeheftet? Lauf Norton, bring' alle Aerztezusammen! Suche Hülse, Bctty! Laß die Hülfe so wircksam

seyn, als deinen Irrthum!--Nein! bleibt hier! Ich gehe

selbst. -

Sara. Wohin, Mcllefont? Nach was für Hülfe? Vonwelchem Irrthume reden Sie?

Mcllefont. Göttliche Hülfe, Sara; oder unmenschliche Rache!

Sie sind verloren, liebste Miß! Auch ich bin verloren!Daß die Welt mit uns verloren wäre!

Sechster Auftritt.

Sara. Norton. Detty.

Sara. Er ist weg? Ich bin verloren? Was will erdamit? Verstehest du ihn, Norton? Ich bin krank, sehrkrank; aber setze das äußerste, daß ich sterben müsse: bin ichdarum verloren? Und was will er denn mit dir, arme Bctty?

Du ringst die Hände? Betrübe dich nicht; du hast ihn ge-wiß nicht beleidiget; er wird sich wieder besinnen. Hätte ermir doch gefolgt, und den Zettel nicht gelesen! Er konnte esja wohl denken, daß er das letzte Gift der Marwood enthaltenmüsse.

Bctty. Welche schreckliche Vermuthung! Nein; es kannnicht seyn; ich glaube es nicht.

Norton, (welcher nach der Scene zugegangen) Der alte BedienteIhres Vaters, Miß

Sara, Laß ihn herein kommen, Norton!

Lessiiigs Werke il, g