vmilia Galotti.
nigcr Schwierigkeit haben könne, die Ceremonie bis zu IhrerZurückkunst auszusetzen.
Appiani. Die Ceremonie? Nur die Ceremonie?
XNarinclll. Die guten Acltcrn werden es so genau nichtnehmen.
Appiani. Die guten Acltcrn?Marinelli. Und Emilia bleibt Ihnen ja wohl gewiß.Appiani. Za wohl gewiß? — Sie sind mit Ihrem Zawohl — ja wohl ein ganzer Affe!TNarinclli. Mir das, Graf?Appiani. Warum nicht?
XNarinelli. Himmel und Hölle! — Wir werden uns sprechen.Appiani- Pah!") Hämisch ist der Affe; aber —Marinclli. Tod und Verdammnis;! — Graf, ich fodcrcGenugthuung.
Appiani. Das versteht sich.
Marinclli. Und würde sie gleich itzt nehmen: — nur daßich dem zärtlichen Bräutigam den heutigen Tag nicht verder-ben mag.
Appiani. Gutherziges Ding! Nicht doch! Nicht doch! (in-dem er ihn bey der Hand ergreift.) Nach Massa freylich mag ich michheute nicht schicken lassen: aber zu einem Spatzicrgangc mit Ih-nen hab' ich Zeit übrig. — Kommen Sie, kommen Sie!
Marinelli (der sich losreißt/ und abgeht.) Nur Geduld, Graf;mir Geduld!
Eilftcr Austritt.
Appiani. Claudia Galorri.
Appiani. Geh, NichtSwürdigcr! — Ha! das hat gut ge-than. Mein Blut ist in Wallung gekommen. Ich fühle michanders und besser.
LlauSia- (eiligst und besorgt) Gott ! Herr Graf — Ich 'hab'einen heftigen Wortwechsel gehört. — Ihr Gesicht glühet. Wasist vorgefallen?
Appiani. Nichts, gnädige Frau, gar nichts. Der Kam-
°) „Ba!" in der Handschrift.Vessinas Werke N.
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