Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
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348
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Nathau der Wcisc.

Will alles über sie allein vermögen.Weß Sache diese bey ihr führt, der siegt!

Sittah.

Nun dann?

Recha.

Nein; meine Freundinn, meine SchwesterGiebt das nicht zu! Giebt nimmer zu, daß mirEin andrer Vater aufgedrungen werde!

Sittah.

Ein andrer Vater? aufgedrungen? dir?Wer kann das? kann das auch nur wollen, Liebe?Recha.

Wer? Meine gute böse Daja kann

Das wollen, will das können. Za; du kennst

Wohl diese gute böse Daja nicht?

Nun, Gott vergeb' es ihr! belohn' es ihr!

Sie hat mir so viel Gutes, so viel Böses

Erwiesen!

Sittah.

Böses dir? So muß sie GutesDoch wahrlich wenig haben.

Recha.

Doch! recht viel,

Recht viel!

Sittah.

Wer ist sie?

Recha.

Eine Christinn, dieZn meiner Kindheit mich gepflegt; mich soGepflegt! Du glaubst nicht! Die mir eine MutterSo wenig missen lassen! Gott vcrgclt'Es ihr! Die aber mich auch so geängstet!Mich so gequält!

Sittah.Und über was? warum?

Wie?