Rach.i» der Weise,
Rechn.
Ach! die arme Frau, — ich sag' dirs ja —Ist eine Christinn; — muß aus Liebe quälen; —Ist eine von den Schwärmerinnen, dieDen allgemeinen, einzig wahren WegNach Gott , zu wissen wähnen!
S i t t a h.
Nun versteh' ich!
Rccha.
Und sich gedrungen fühlen, einen jeden,
Der dieses Wegs verfehlt, darauf zu lenken. —
Kaum können sie auch anders. Denn ists wahr,
Daß dieser Weg allein nur richtig führt:
Wie sollen sie gelassen ihre Freunde
Auf einem andern wandeln sehn, — der ins
Verderben stürzt, ins ewige Verderben?
Es müßte möglich seyn, denselben Menschen
Zur selben Zeit zu lieben und zu hassen. —
Auch ists das nicht, was endlich laute Klagen
Mich über sie zu führen zwingt. Zhr Seufzen,
Zhr Warnen, ihr Gebet, ihr. Drohen hätt'
Zch gern noch länger ausgehalten; gern!
Es brachte mich doch immer auf Gedanken,
Die gut und nützlich. Und wem schmcichclts doch
Zm Grunde nicht, sich gar so werth und theuer,
Von wcms auch sey, gehalten fühlen, daß
Er den Gedanken nicht ertragen kann,
Er müß' einmal auf ewig uns entbehren!
Sittah.
Sehr wahr!
Rccha.
Allein — allein — das geht zu weitDem kann ich nichts entgegensetzen; nichtGeduld, nicht Ucbcrlcgung; nichts!
Sittah.
Was? wem?