380 Dämon, oder die wahre Freundschaft.
routc macht? Zum Henker! versteh er mich, habe ich nicht fünfmalBanqucronte gemacht? Und bin ich niederträchtig gewesen? versteh ermich. Habe ich nicht mein ganzes Vermögen dem Banqucronte zudanken? versteh er mich. Zu dem erste» brachte mich meine Frau!versteh er mich. Das war eine stolze verschwenderische Närrinn! Gott habe sie selig, versteh er mich. Aber das vergelte ihr noch Gott imHimmel, wo sie ohne Zweifel seyn wird, versteh er mich, denn siewar allezeit gern, wo es fein lustig und fein prächtig zugicng, versteher mich; das, sage ich, vergelte ihr der liebe Gott, daß sie mir aufden so kurzen Weg zum Reichthums zu gelangen geholfen hat. Versieher mich. Denkt er, Vetter, daß ich mit fünf Banqueroutcn, versteher mich, würde aufgehört haben, wenn mir es nicht wäre ausdrück-lich verbothen worden, versteh er mich, die Handlung aufs neue an-zufangen?
Dämon. Nein, Herr Vetter, ich kann ihnen durchaus nichtschmeicheln. Es bringt ihnen ein so schlimm erworbener Reichthumwenig Ehre.
Grome- Ach! ach! Ehre! Ehre! Versteh er mich. Um die Ehreist es auch zu thun. Es muß mancher, versteh er mich, bey allerEhre, die er hat, verhungern. Ach! die Ehre. Ist er nicht ein Gril-lenfänger? Versteh er mich. Nicht wahr, versteh er mich, es wirdmeinen Erben gleichviel seyn, ob ich ihn mit Ehre oder ohne Ehrebesessen habe. Versteh er mich. Sie werden mirs danken, und wennich ihn gestohlen hätte. Versteh er mich.
Dämon. Nein, Herr Vetter, wenn ihre Erben vernünftig seynwerden, so werden sie nach ihrem Tode ihre Ncr^asscnschaft dazu an-wenden, daß sie denjenigen, die durch ihre Banqucroutc unglücklichgeworden sind, wieder aufhelfen.
Gronte. Was? Was? Versteh er mich. Das sollten meine Er-ben thun? Ja, wenn ich das voraus sehen könnte, gewiß, versteh ermich, gewiß ich ließe mir eher einmal alle mein Haab und Gut mitins Grab geben. Hätte ich mirs deswegen so sancr werden.lassen?Versteh er mich. Fünfmal habe ich müssen schwören. Fünfmal hätteich also umsonst geschworen? Versteh er mich. Höre er, Vetter, weilich sehe, daß er so wider Recht und Pflicht handeln würde, versteher mich, so will ich ihn fein aus meinem Testamente lassen. Versteh
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