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Die alte Jungfer.
Frau Gronr- Sie machen sich unglücklich, wenn Sie ihm fol-gen. Sprechen Sie, mn GottcS willen, nein.
Ghldinn. Ach, mcine liebe Frau Orout, mau merkt Ihren Un-willen gegen Ihren Mann gar zu deutlich.
Herr Gront. Du böses Weib! du willst mir auch meinen Rc-compenz zu Wasser machen. Jungfer Ohldinn, erklart! erklärt!
Ghldinn. Je n» — Ja — Wenn —
-Herr Gront- Ach! was rvenn? Sie können die Bedingungenalle mit Freuden annehmen. Ich habe also Ihr Wort, und meinenZweck erlangt! Gut. Wieder fünfzig Rthlr. erworben!
Zweyter Auftritt.
Jungfer Ghldinn. Frau Oronr.Ohldinn- Er geht fort, und eine halbe Antwort —Frau Gront. Gefangen waren Sie! So ein unvernünftigerMann; wenn man ihm einen Finger giebt, nimmt er die ganze Hand!Ghldinn. Je im — Wie Gott will.
Fran Gront. Behüts Gott ! Sie werden doch das nicht thun!Ich will dem Flegel nachlaufen, ich will ihm nachlaufen.
Ghldinn. Nehmen Sie mirs nicht übel. Sie suchen doch alleGelegenheiten, sich mit Ihrem Manne zu zanken, vor. Das ist garnicht hübsch.
Frau Gront. Ach, ich sehe wohl, der Narr ist Ihnen auch inden Kopf gekommen. Sie denken, wer weiß, was für Zuckerleckenbey einem Manne ist. Das Unglück hat Sie lange verschont —
Ghldinn. Ach! pap! pap! pap! Wenn man sich das Unglücknicht selber zuzieht. Der Mann ist einmal Herr —
Frau Gront. Und der muß Ihnen sehr noth thun. Leben Siewohl. Machen Sie, was Sie wollen.
Dritter Auftritt.
Jungfer Ohldin» hernach Lisette.
Ghldinn. Die Neidische! Nu, so will mich doch der Himmelauch einmal erlöse». Ich zittre ganz vor Freuden. Ach, wie sauerwurde mir das. Ja. Gott sey Dank, daß es heraus ist!
L-isette. Was war denn das wieder für ein Besuch? Nichtwahr, Herr Oront wollte Geld borgen?