Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
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481
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Die gluckliche Erbin.

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nicht nach seinem Kopfe gewesen. Komm hier weg, ich willdich anderwärts von der völligen Wicderangcdeyung meiner Gnadeversichern, (gehen ab.)

Zweyter Auftritt.Araspe. panurg. Joachim,panurg. (crhizr.) Schon gut, schon gut. Es ist noch eineGerechtigkeit in der Welt. Es ist noch eine, sag ich, es istnoch eine, ob man sie gleich ziemlich suchen muß. Und das istmein Glück, und das ist auch dein Glück, Jochen!Jochen, (weinerlich und dumm) Auch mein Glück!panurg. Du armer Jochen!Joachim. Armer Zochcn!

panurg. Siehst du, daß dein seliger Onkel ein Schurke war!Joachim. Ein Schurke war!Araspe. Aber, Herr Panurg

panurg. Aber, Herr Araspe, reden Sie nicht, oderWas ich gesagt habe, sage ich noch einmal. Mein Bruder hatals ein Narr gelebt, und ist als ein Narr gestorben! Sie sindein Bctricgcr, ein Falsarius, und der Notar, der das Testa-ment gemacht hat, verdient den Galgen. Da haben Sics! las-sen Sie Feder und Papier bringen, ich wills Ihnen schrift-lich geben.

Araspe. Der Zorn ist eine Raserey, und einem Rasendenmuß man alles zu sagen vergönnen.

panurg. Einem Rasenden? Was? Ist es nicht genug,daß Sie mich, und diesen armen Zungen, bcstohlcn, beraubt,geplündert haben? Müssen Sie mir noch Injurien sagen? Ich,ein Rasender? Schon gut! Du hastS gehört, Jochen, du hastsgehört!

Joachim- Ja, Herr Vetter, ja, ich Habs gehört, und ichweiß das Sprüchclchcn auch auf Lateinisch : irs suror l)revi8 el>.

panurg. Ach schweig; du bist ein SchöpS! Ich willalles, was ich gesagt habe, Stück vor Stück beweisen.pnmo, mein Bruder hat als ein Narr gelebt. Er handelte mitIhnen in Compagnie, und hätte sein Commcrcium allein füh-ren können; er hielt Sie für seinen Freund, und traute IhnenLessmgs Werken, ZI