Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
491
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D. Faust. 491

F. Aber wer bist du?

G. Wer ich bin? Laß mich besinnen! Ich bi» ich bin nurerst kürzlich, was ich bin. Dieses Körpers, dieser Glieder war ich mirdunkel bewußt; itzt :c.

F. Aber wer warst du?

G. Warst du?

F. Ja, wer warst du sonst, ehedem?G- Sonst? ehedem?

F. erinnerst du dich keiner Vorstellung, die diesem gegenwärtige»und jenem deinen hinüberrückenden Staude vorhergegangen?

G. Was sagst du mir? Ja, nun schießt es mir ein Ichhabe schon einmal ähnliche Vorstellungen gehabt. Warte, warte, obich den Faden zurückfinden kann.

F. Ich will dir zu helft» suchen. Wie hießest du?

G. Ich hieß Aristoteles . Ja, so hieß ich. Wie ist mir?Er thut als ob er sich nun völlig erinnerte, und antwortet dem

Faust auf seine spitzigsten Fragen. Dieser Geist ist der Teufel selbst,der deu Faust zu verführen unternommen. Doch, sagt er endlich, ichbin eS müde, meinen Verstand in die vorigen Schranke» zurück zuzwingen. Von allem, was du mich fragst, mag ich nicht länger re-de» als ei» Mensch, uud kann nicht uiit dir rede» als ein Geist.Entlaß mich, ich fühl es, daß ich wieder entschlummere -c.Dritter Auftritt.Er verschwindet, und Faust voller Erstaunen und Freude, daß dieBeschwörung ihre Kraft gehabt, schreitet zu einer andern, einen Dä-mon herauszubringen.

Vierter Austritt.

Ein Tenfel erscheinet.

Wer ist der Mächtige, dessen Ruf ich gehorchen muß? Du? EinSterblicher? Wer lehrte dich diese gewaltigen Worte?

II. Dritte Scene des zweyten Auszugs.")Faust und siebe» Geister.Faust- Zhr? Ihr seyd die schncllcstcn Geister der Hölle-!Die Geister alle. Wir.

°) Aus dem siebzehnten der Liltcraturbriefc, Febr. 1769.